Leipzig Triathlon Caroline Pohle ist gebürtige Leipzigerin und gehört beim Ironman 70.3 in Leipzig zu den Favoritinnen die sechs Rennen in Deutschland – zwei davon in Frankfurt und Ham- burg über die volle Distanz – aus- richtet. „Mit dem 70.3 erreichen wir mehr Leute, die von der kurzen Distanz kommen und nach oben auf- steigen wollen, weil der Sprung von der Olympischen Distanz zur vollen Distanz sonst oftmals zu groß ist“, sagt Daniel Gottschall, Regionaldi- rektor der Rennen in Deutschland und Luxemburg. Nicht selten ist der 70.3 ein Sprungbrett für Profis zur Langdis- tanz, die auch Rico Bogen gerade an- strebt. Über hundert 70.3 Rennen gibt es pro Jahr auf der ganzen Welt. Das „Hawaii“ der 70.3-Athleten ist die Weltmeisterschaft in Nizza, der Ge- burtsstätte des europäischen Lang- strecken-Triathlons. Die Begeisterung auch in Leipzig ist groß – nach nur einem Monat war die Veranstaltung mit über 2.800 An- meldungen ausgebucht. „Für uns war es einfach eine strategische Entschei- TRIATHLON-DISTANZEN SPRINT: 0,5 bis 0,75 km Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Lauf OLYMPISCH (Kurzdistanz): 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Lauf MITTELDISTANZ (70.3): 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Lauf MITTELDISTANZ (T100): 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 18 km Lauf LANGDISTANZ (IRONMAN): 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,2 km Lauf dung, im Osten Deutschlands Fuß zu fassen, weil wir in der Region, die ja Triathlon-verwöhnt und hochaffin ist, einen weißen Fleck hatten“, erklärt Gottschall. Der Organisator schwärmt von der tollen Kulisse der Leipziger Seenlandschaft und der Attraktivität der Messestadt als Anziehungspunkt, um neben dem Renntag selbst noch einige Tage länger in der Stadt zu bleiben. Leipzig sei schließlich „die Stadt in Deutschland, die Kultur, Dynamik, Wachstum und Modernität verbindet“, so Gottschall. Zieleinlauf wird übrigens in der Quarterback Immobilien Arena sein, wo die Athle- ten wie durch ein Marathontor ein- laufen und die letzten 150 Meter des Halbmarathons in der Halle bestreiten. Triathlon-Begeisterung in Leipzig In den kommenden Wochen wird auch das Marketing für die neue Ver- anstaltung anlaufen, um möglichst viele sportbegeisterte Leipziger zum Start, an die Strecke und zum Zielein- lauf zu locken. In Konkurrenz zueinander ste- hen die beiden Triathlon-Höhepunkte des Jahres in der Messestadt übrigens keineswegs – im Gegenteil. „Wir mer- ken schon, dass es durch den Ironman 70.3 mehr Anmeldungen und auch größeres Interesse gibt als im vergan- genen Jahr“, sagt Daniel Stefan. Für die Sportstadt sei der Ironman 70.3 „ein tolles Ereignis, das allen anderen guttut, denen unser Sport am Herzen liegt. Da kann man sich gegenseitig befeuern.“ Fans und Sportler fiebern bereits beiden Events entgegen. [ukr] Mehr Infos: www.leipziger-triathlon.de, www.ironman.com/races/im703-leipzig Man kann Sport und Kinder gut miteinander vereinbaren, ohne dass es die Leistung schmälert.“ Bianca Bogen, Mitfavortin beim Ironman 70.3 Mitteldistanz nach der Schwanger- schaft gewann sie im Herbst vergan- genen Jahres beim 70.3 im tschechi- schen Hradec Králové prompt. Für sie die Bestätigung, dass man auch mit Kindern erfolgreich sein kann. Der- zeit kann sie mit Unterstützung ih- rer Familie und ihres Umfeldes „nur“ etwa 15 bis 20 Stunden pro Woche trainieren; andere Profis üben 25 bis 30 Stunden wöchentlich. „Aber das ist mit den Kindern einfach nicht machbar und dementsprechend bin ich super happy, dass es trotzdem derzeit so gut läuft und ich die wich- tigen Einheiten so absolvieren kann, dass es für den Wettkampf ausrei- chend ist“, berichtet sie. Anfangs ging es ihr nach den Schwangerschaften nur darum, wieder Leistungssport zu betreiben. „Inzwischen sehe ich es schon so, dass man auch andere dazu inspirieren kann, dass man Sport und Kinder gut miteinander vereinbaren kann und dies die Leistung nicht schmälert.“ Sprungbrett 70.3 Der Ironman 70.3 ist genau halb so lang wie die volle Ironman-Distanz. Beide Serien liegen in den Händen der internationalen Ironman Group, 16 L EIPz I G T R I AT HL ON